Erst das VergnĂŒgen, dann die Arbeit!
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Erst das VergnĂŒgen, dann die Arbeit!

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Wie bitte? Lautet der Spruch nicht genau andersrum?

Ich habe von “30 Minuten Zeitmanagement fĂŒr kreative Chaoten” ĂŒber “Miracle Morning” bis zu “The 1% Rule” schon so einige BĂŒcher zum Thema ProduktivitĂ€t und Zeitmanagement gelesen.

Oft ist darin einer der RatschlĂ€ge, “die dickste Kröte 🐾 zuerst zu schlucken”, also mit den Aufgaben zu beginnen, die am wenigsten Spaß machen. So hĂ€tte man sie hinter sich gebracht und dann Zeit fĂŒr die schönen Aufgaben.

Das klingt in der Theorie ziemlich logisch und ich habe in den letzten Jahren einige AnlĂ€ufe gestartet, in denen ich so vorgehen wollte. Nach ein paar Versuchen habe ich allerdings festgestellt dass das fĂŒr mich absolut nicht funktioniert. Statt dessen ist der Berg an Arbeit eher noch gewachsen, weil ich unliebsame Aufgaben aufgeschoben habe, bis es eng wurde. Und das Frustrationsniveau war konstant hoch. đŸ˜±

Vor ungefĂ€hr einem Jahr habe ich mir dann gesagt: f**k it – ich bin selbststĂ€ndig, ich kann machen, was ich will. (Mein inneres Kind ist manchmal ein bisschen bockig 😂)

Seither arbeite ich jeden Tag fast ausschließlich an den Dingen, auf die ich gerade Lust habe. Ganz nach dem Motto “Erst das VergnĂŒgen, dann die Arbeit.” Ja, im Ernst.

Und wie stelle ich dann ĂŒberhaupt jemals etwas fertig, fragst du dich vielleicht?

Ich hab’ da mein ganz persönliches System entwickelt. Hier sind ein paar Methoden daraus:

  1. Wenn ich morgens mit einer Aufgabe starte, auf die ich richtig Lust habe, ist meine Stimmung schonmal gut. 😊 Und die weniger angenehmen Aufgaben gehen mir so aufgewĂ€rmt viel leichter von der Hand. Ganz nach Mary Poppins: “Ein Löffelchen voll Zucker 
 und was bitter ist, wird sĂŒĂŸ.” 🍭
  2. Meine Aufgaben stĂŒckle ich in möglichst kleine HĂ€ppchen. Aus “Blogartikel schreiben und hochladen” wird “Blogartikel Rohfassung”, “Blogartikel Feinschliff”, “Blogartikel Bildrecherche” etc
 So ist immer irgendetwas auf meiner Aufgabenliste, worauf ich gerade Lust habe und die “Kröten” 🐾 sind viel kleiner.
  3. Ich schreibe meine Aufgaben als Termine in den Kalender, fÀrbe sie nach Kategorie unterschiedlich ein und lege sie auf das Wochenende. Wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, schiebe ich sie von dort an die aktuelle Stelle. Am Ende einer Woche sieht der Kalender oft randvoll aus und ich sehe in Farbe, was ich alles geschafft habe. Das motiviert mich.
  4. Deadlines. Termine, die ich öffentlich angekĂŒndigt oder mit Kund:innen vereinbart habe sind mir heilig. Genauso gut funktionieren aber auch die Deadlines von anderen – z.B. versuche ich in Gruppen, in denen ich zum Beispiel nur an einem bestimmten Tag meinen Content oder meine Angebote platzieren darf, dann auch einen Blogartikel, ein Angebot oder ein Freebie zu haben, das ich platzieren kann.
  5. Virtuelles Coworking. Dazu treffe ich mich mit anderen SelbststĂ€ndigen online per Zoom und wir arbeiten mit laufendem Video aber ausgeschaltetem Ton konzentriert an unseren Aufgaben. Mich erinnert das an das Lernen in einer Bibliothek – wenn ich sehe, wie alle anderen hochkonzentriert arbeiten, motiviert mich das ungemein.
  6. So viel Arbeit wie möglich abgeben und automatisieren. Warum sollte ich die Rechnungen fĂŒr meine Webanwendungen aus meinen Mails kopieren oder einzeln von den Websites der Anbieter ziehen, wenn ein Tool das fĂŒr mich machen kann? Wozu belege buchen, wenn ein Steuerberater viel mehr Kompetenz hat als ich? Die besten Routineaufgaben sind die, die ich nicht selbst erledigen muss. 😜

Ich vermute, einige Methoden kennst du schon, andere sind vielleicht etwas speziell. FĂŒr mich funktionieren sie aber – seit ich nicht mehr versuche, in das Schema “Erst die Arbeit, dann das VergnĂŒgen” zu passen, geht mir die Arbeit viel leichter von der Hand.

Genau deswegen bin ich auch kein Fan von One-Size-Fits-All-Lösungen. Wir sind alle ganz unterschiedlich gestrickt und dĂŒrfen uns aus dem riesigen Werkzeugkasten die Werkzeuge raussuchen, die fĂŒr uns am besten funktionieren.

Welche Methoden nutzt du fĂŒr dich, um deine Arbeit zu erledigen? Hast du einen “ungewöhnlichen” Tipp, den du teilen möchtest? Schreib’s in die Kommentare! 😊

Ich bin Katrin, digitale Problemlöserin und Business Beraterin aus Karlsruhe. Ich helfe dir dabei, weniger Zeit mit Fleißarbeit zu verschwenden, so dass du mehr Zeit fĂŒr deine schöpferische Arbeit und spannenden Projekte hast.

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